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Wecker im Kopf
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Kapitel 5

An...
Liebes- und andere Briefe

Trost
(an Unbekannt)

Reg’ dich nicht auf,
setz dich zu mir
und pfeif die was ins Knie,
gleich was für’n Text
und was für‘n Takt
und welche Melodie.

Sagst du: “Mir reicht‘s“,
sagst du: “Mir stinkt’s“,
sagst du zu mir: “Ich frier“,
dann komm doch her,
komm doch zu mir,
dann kommst du auch zu dir.


Weihnachtskarte
(an Ulla)

Kaum daß ich dir die Karte sende,
ist abermals ein Jahr zu Ende,
und wenn, im Zwiespalt der Gefühle,
ich in der Erinn´rung wühle,
so denk´ ich manchmal: Ist es gut,
was man so sagt und fühlt und tut?

Bin ich schon zu eingefahren,
zu verbraucht mit meinen Jahren?
Lebe ich schon unbewußt
wie “man” so lebt, trotz allem Frust?

Laß uns alle Ketten sprengen,
die uns drohen einzuengen,
und der Freude Flügel geben!
Ach, wie lieb´ ich es, zu leben!


Ein Traum
(an Ursula)

Ein Traum geht mir nicht aus dem Sinn:
daß ich verirrt im Urwald bin
und kann den rechten Weg nicht finden
zu des Waldes Lebensborn.

Geh ich besser jetzt nach hinten
oder lieber doch nach vorn
oder seitwärts in die Büsche?
Verführerische Düfte steigen.
Tropfend hängen in den Zweigen

lüstern tausend Wohlgerüche
und mit langen Zungen fangen
Chamäleone ihre Beute;
lautlos ziehn durch Dickicht Schlangen,
verlieren zuckend ihre Häute.

Ich lege mich auf eine Lichtung,
schlaf mit feuchten Träumen ein,
höre noch aus einer Richtung
geile Gänseriche schrein.


Erinnerungen
(an Petra)

Über Liebe haben wir kein Wort verloren.
Die Sache war zu klar für alle beide.
Und doch liegt mir die Nacht noch heute in den Ohren
und jede Szene steckt mir im Gehirn
als zarter Faden, feiner noch als Seide
und viel zu schade zum Entwirrn.

Nur ein wenig pfleg ich aufzuspulen,
ab und zu, wenn ich mal einsam bin,
um liebevoll in der Erinn´rung rumzupuhlen:
Dein Körper makellos, die Haut wie Samt,
du schamlos wie eine Marketenderin,
und irre zärtlich. Gott, war ich entflammt!

Als Baby hatte ich dich auf den Knieen,
Ich zwölf, du drei, und mochte dich schon da.
Ich weiß, du hast mir nie so recht verziehen,
daß diese Nacht die einz´ge für uns blieb.
Ich hatt´ und hab dich wirklich lieb,
nicht nur, weil´s einer meiner glücklichsten Tage war.

Nie habe ich eine schönere Frau als dich gesehen.
Geliebt habe ich aber nur meine Colette.
Vielleicht wirst du es mal später verstehen,
was ich dir zum Abschied sagte
und was ich dir gerne erläutert hätt´,
als mich die Träne auf deiner Wange fragte:
 
Manche Dinge sind dann am schönsten,
wenn man sie nur einmal erlebt.
Du gehörtest mit siebzehn nicht zu den Verwöhntsten.
Nach deiner Zeit mit dem schwarzen Franzosen
zu fragen hat mir sehr widerstrebt;
deine Andeutungen rochen nicht nach Rosen…


Manchmal…
(an Evelyne)

Manchmal
bist du ein Felsklotz,
ein kaum noch warmer Brocken
von einem andern Stern.

Und doch kann ich
stundenlang bei dir hocken
und hab dich saumäßig gern.

Wer hat deine Liebe verschüttet,
deine Maske erstarrt,
gelähmt den Verstand?
Hat das Schicksal dir
die Sehnsucht verscharrt
im Niemehr-Wieder-Sand?


Laborpflanze
(an Conni)

Oh Conni,
blondes Helles,
du dortmundige Laborpflanze,
was verschlug dich gen Heidelberg?

Wie, glaubst du,
kannst du charmelos
und ohne Leidenschaft
irgendeinen Mann betören?

Aufräumen,
schminken,
Smalltalk –
eingeübtes Rollenspiel
vor deinem blinden Spiegel des Ichs.

Keiner darf sehen,
wie es aussieht,
wenn du dich wohlfühlst
in deiner chemikalischen Haut.

Warum nur?
Stehen zu sich selbst
ist doch der Schlüssel
für das Tor zum inneren Ich.


An XXX

Du bist nicht besonders hübsch
und auch nicht besonders intelligent.
Du warst niemals das,
was man gewöhnlich “super” nennt.

Für die meisten bist du
nicht anders als die andern auch,
und doch hab ich für dich
so ein ganz besonderes Gefühl im Bauch…

Du unterwirfst dich keiner Mode,
die dich in unbequeme Kleider zwingt;
du findest immer deine eigne Note,
gehst meistens un-, doch manchmal auch geschminkt.

Du bist kein Mensch, den leicht
man aus Tausenden erkennt,
doch schon ein Blick in deine Augen reicht,
daß deine Seele ihren Namen nennt.

Du hast die ganze Tiefe, die das Leben bietet,
in jedem kleinen Winkel von dir drin.
Wer nur nicht ängstlich ist und sich nicht hütet,
dem zeigst du einen Weg dorthin.

Das ist in etwa wohl der Grund,
warum mein Bauch sich ständig auf dich freut.
Ich freu mich auf ein Leben mit dir und
ich hoffe so, ich seh dich heut.


Trennung
(an Ursula)

Manchmal kommt mir dein Gesicht,
wie du noch beim Abschied schaust
und ich träum von deinem Kuß
und daß du mir einmal traust.

Deine ewig-tiefen Blicke
sind ein Wagen voll Gepäck;
meine Räder kriegen Knicke,
meine Welt bekommt ein Leck.

Leid der Trennung, eingesogen
in Augen, Mund, in Herz und Kehle,
lauter schäumend heiße Wogen
in dem tiefen Meer der Seele.

Hart die Tage, schlimm die Wochen,
schwer die Zeit ganz ohne dich.
Die Stunden fließen wie Epochen
und ich hungre innerlich.


Trunkne Küsse
(an Susanne)

Kann man Küsse beschreiben,
die einen betrunken machen?
Kann man zwei Menschen beschreiben,
die bis zum Bauchweh lachen?

Kann man die Mauern sehen,
die nie zwischen uns waren?
Kann man die Ruhe verstehen,
die die Gefühle erfahren?

Kann man verstehen begreifen?


Weihnachtsbäckerei
(an Susanne)

Haselnüsse knacken,
Plätzchen backen,
Mehl ausstreuen,
sich auf Weihnachten freuen
und darüber sprechen.

Sterne stechen,
Mandeln zerkleinern,
den Teig verfeinern,
und anschließend kneten.
Mit Susanne reden.

Sich auf´s Aufessen freuen,
die Plätzchen bestreuen
mit gehackten Nüssen.
Susanne küssen.


Wenn ich ein Floh wär
(an Unbekannt)

Ach, wenn ich ein Floh wär,
ich wohnt´ in deinem Haar,
verließ´ dich gar nicht mehr.
Ach, das wär wunderbar.

Ach, wenn ´ne Maus ich wär,
ich schlüpft´ ins Hosenbein,
dann trügst du mich umher
und würd´st nie einsam sein.

Ach, wäre ich ein Elefant,
ich trüge dich mit meiner Nase
durch so manches fremde Land
bis hin zur sonnigsten Oase.

Ach, wenn ein Hund ich wär,
würd´ dauernd für dich wedeln.
Wenn ich ein Gärtner wär,
ich würde dich veredeln.

Ach, wär ein Vogel ich,
ich säß auf deinen Händen,
wo ich beglitte dich
und wo ich würd´ verenden.


Liebe Kathreine!

Just war ich, Schatz,
in den nördlichen Alpen,
dort, wo die Gletscher
und Rindviecher kalben.

Gedanken, die schweiften
so hoch und so frei.
Ich war so alleine!
Ach, wären wir zwei…
Denn jeder Felsblock
erinnerte mich
an meine liebe
Kathreine, an dich.


Liebe Luise!

Es grüßen die Berge,
Es grüßt dich dein Schatz,
Ich sehn´ mich nach dir;
Neben dir ist mein Platz!

Und geh´ ich alleine,
so sprech´ ich mit dir.
Dir Trennung ist schrecklich,
Ach, wärst du doch hier!

Bei jedem Blümchen
auf dieser Wiese
sind die Gedanken
bei dir, Luise!



Liebe Marianne!

Ich fuhr in den Urlaub,
um mich zu erholen,
und dachte: “Die Heimat,
die kann mir gestohlen…

Da ruhste dich aus,
gehst zu Fuß und fährst Rad,
damit man vom Urlaub
auch wirklich was hat!”

Jetzt lieg´ ich am Strand
und ich denke an dich.
So hat jeder Urlaub
was Gutes für sich.


Liebe Marlene!

Am Busen der un-
berührten Natur
kommen leider sehr häufig
Stechmücken vor.

Drum reden die Leute
dort auch so geschwollen.
(Man kann sie verstehen,
man muß halt nur wollen!)

Bei so ´ner Beule
von so ´ner Biene
denke ich immer
an dich, Marlene.


Ansichten
(an Beate)

Ich
habe Angst.
Ich
habe Lust.
Ich bin schmusig
Ich habe liebe Gefühle.
Und du hast deine Ansichten.


Naiver Schwärmer
(an Klaus)

Naiver Schwärmer von fernen Hügeln!
Einmal nur, ein einziges Mal
schwinge dich auf
und reite hin.

Naiver Schwärmer von fernen Hügeln!
Einmal warst du jetzt da,
ein einziges Mal.
Ja, ja, du warst da.
Drei Tage lang hast du gepackt vorher.

Nie wieder hin, nie wieder!
Denkst du jetzt,
weil du dir den Arsch wundgeritten hast,
deinen herrlich-weichen Baby-Arsch.
Idiot, warum
hast du nie reiten gelernt?

Naiver Schwärmer von fernen Welten!
Lauscher bewundern
die Höhenflüge deiner Gedanken,
die von Kindermärchen
über verkappte Pubertätserotik
direkt in eine tägliche
Flasche Bier münden.
Warum hast du das Fliegen
vor dem Gehen lernen wollen?

Küsse, liebe, lebe, träume, lache,
aber täglich bitte einmal auch erwache.
Probier die Sättel und die Pferde,
übe reiten mir Freunden.
Der Weg in die Berge ist schön und lang,
aber er will erfahren werden.

Nimm Wasser mit
und einen Koffer voller Gefühle.
Ich liebe die Reisenden.


Jahre später

Jüngst dacht ich, es seien Wochen,
seit wir beide Blumen brachen
und wir ihre Düfte rochen.
Heute hab ich nichts zu lachen.

Früher flossen meine Zähren,
wenn ich dich nicht täglich sah,
doch wollt dies nicht lange währen:
einmal reicht mir schon im Jahr.

Früher schenkte ich dir Rosen
und wir schlenderten fürbaß;
heute flickst du mir die Hosen.
Dein Gesicht wird langsam blaß.

Wieder will es Winter werden.
Wieder fallen Blätter ab.
Wieder reut´s mich, daß ich bei dir
so lang ausgehalten hab.


Die Traumfrau
(an Ursula)
 
Ein Mensch ist inniglich verliebt
in einen Traum von einer Frau,
so schön, wie es sie selten gibt
selbst auf einer Modenschau.

Gleichsam einem Film entsprungen
strahlt sie wie ein Superstar.
Ihre Lippen sanft geschwungen -
da kommt jeder in Gefahr!

Auf einer Party, halb betrunken
ist sie schließlich aus Verseh´n
müd in seinen Arm gesunken;
da war es ganz um ihn gescheh´n.

Lang ersehnte, heiße Küsse
tauscht er mit der magisch Schönen.
Der Leidenschaften ganze Süße
läßt ihn innerlich erstöhnen.

Ihren weichen Mund zu spüren
raubt ihm gänzlich seine Sinne.
Seine Hände, die vollführen
auf ihrem Leib den Tanz der Minne.

Diese Zärtlichkeit macht süchtig!
Kaum, daß Mensch sich bremsen kann;
nichts an ihm ist jetzt mehr züchtig.
Diese Frau - oh Mann, oh Mann!

Heiß umschmiegt sie ihn im Sessel,
drückt an ihn die weichen Brüste.
Dieses Weib sprengt jede Fessel;
wohl dem, der diese Frau je küsste!

Die Liebe bricht mit Urgewalt
aus diesem Mensch, der solo war.
Man trifft sich öfter und alsbald
zieh´n sie zusammen als ein Paar.

Und die Moral? Wir lernen hier:
Oft sind Träume greifbar nah;
dann liegt es lediglich an dir,
ob das Unmögliche wird wahr.


Süße Worte
(C. an S.)

Süße Worte, Komplimente -
deine zärtlich sanften Hände -
Komplimente, süße Worte -
ein Gefühl wie Sahnetorte!

Ach, mir schwinden fast die Sinne!
Bitte, halte kurz mal inne
in deiner ständigen Verführung.
Ja, ich liebe Hautberührung,

ja, ich schlafe gern mit dir,
doch inmitten dieser Lust
weiß ich: etwas stimmt nicht hier!
Es erzeugt mir inn´ren Frust.

Ich hab´ den Grund grad erst entdeckt:
Ich fühle, daß du mich betrachtest
rein als Sexualobjekt,
und als Mensch mich kaum beachtest!

Ach, für´s Bett bist du schon recht,
doch Lust ist nur ein Teil des Lebens
und den Partner, den ich möcht,
suche ich in dir vergebens.

Ich habe für dich ein Gefühl,
das ich selten so erlebt,
doch du selber bist oft kühl,
daß es mir fast widerstrebt,

dich im Schneckenhaus zu stören,
wo do manchmal übernachtest.
Nichts willst du dann von mir hören,
und ich fühle mich mißachtet.

Wenn ich deine Hilfe brauch´,
bist du selten für mich da.
Das macht Krämpfe mir im Bauch,
der Bezug ist mir jetzt klar.

Wenn es auch das Herz mir bricht,
mußt du´s selber wohl bekennen
und das Ding beim Namen nennen:
das ist keine Freundschaft nicht.

Drum, mein Schatz, muß ich dich scheiden!
Danke für die Zeit mit dir!
Ach, ich kann dich so gut leiden,
doch dein Platz ist nicht mehr hier.


Weißer Schwan
(an Midori)

Weißer japanischer Schwan
zwischen zwei Kulturen,
du suchtest einen Mann
und erntetest Blessuren.

Weißer japanischer Schwan
schwimmst zwischen Seetang und Reis,
drehst sich langsam im Kreis
und fängst wieder von vorne an.

Weißer japanischer Schwan
mit einer Haut wie Schnee,
was habe ich dir getan,
daß ich dich nicht mehr seh' ?


Komm, spiel mit mir ein Liebesspiel!
(An XXX)

Komm, spiel mit mir ein Liebesspiel!
Ich hab' für dich so viel Gefühl!
Ich hab' so oft an dich gedacht;
ich träumte von dir jede Nacht.

Das allerschönste Bild von dir
trag' ich im Portmonnaie bei mir,
und täglich sehe ich's mir an
und denke leise bei mir dann:

Mit dir macht es Spaß, zu leben,
bei dir kann ich mich so geben,
wie im Innersten ich bin.
Mit dir macht das Leben Sinn.

Auf dich lohnt es sich zu warten,
für dich pfleg ich unsern Garten,
für dich mache ich mich schick,
gehe ich durch dünn und dick,
 
klaue Blumen aus Rabatten,
klettre durch die Kasematten,
erleb' die Welt nonstop auf's neue.
Ach, wie ich mich auf dich freue!


Anne

Die Anne holt mich ab zum Baden
mit ihrem schicken Kombi-Wagen.
Ein wenig Schwimmen kann nicht schaden;
da muß man mich nicht zweimal fragen.

Nach des Alltags Müh und Last
lädt doch so ein Schwimmbadgang
ein zur Entspannung und zur Rast
als des Tages Abgesang.

Wir schwimmen in dem Außenbecken
in kühler Sommerabendluft.
Es weht aus den Umgrenzungshecken
ein Hauch von wildem Rosenduft.

Da schwimmt die Künstlerin, die Anne,
mutig, fleißig und begabt,
ein Fischlein in der Badewanne,
das sich an der Freiheit labt.

Da schwimme ich an ihrer Seite;
wir tauschen unsre Seeleen aus.
Keine Leute stör’n uns heute.
Morgen fliege ich nach Haus.


Anke

Ach, was für ein Wochenende!
(nächtlicher Gedanke)
Waiheke - Gezeitenwende
und dann Anke!

Nackter Sprung ins kalte Wasser -
junge Ranke,
kleinbebrillter Tausendsassa,
schlaue Anke!

Ungewohnte Offenheit -
(und ich wanke?)
Heller Stern in grauer Zeit.
Danke, Anke!


Anke zum Geburtstag

Du bist der Spiegel meiner Seele,
du löschst den Durst in meiner Kehle,
du bist kein Mensch, den man vergißt,
du bist goldrichtig, wie du bist!

Du bist die Rose, die erblüht,
die Wolke, die vorüberzieht,
der sanfte Ruf, der mich erweckt,
du bist ein Schatz, den man entdeckt!

Du bist ein Mensch, den man sehr schätzt,
mit dem man nicht nur Blödsinn schwätzt,
du hast die Tiefe und die Breite,
du bist 'ne Hübsche und Gescheite,

du hast Verständnis und Verstand,
hast eine künstlerische Hand,
bist ehrlich und gerad heraus,
weichst keinem Abenteuer aus,

du bist ein wirklich guter Freund,
der auch mal lacht, wenn keine Sonne scheint.
Du bist kein Mensch, den man vergißt,
du bist goldrichtig, wie du bist!


Du hast mich gewollt
(an Rosi)

Du hast mich gewollt,
aber nie geliebt;
diese Chance hast
du leider voll versiebt.

Voller Hoffnung nahmst
du meine Hand,
doch mein Herz hast
du nie gekannt,

das den Wumsch
im Innern hält
nach einer bess´ren,
schön´ren Welt.

Ich bin keiner,
der nur schwätzt,
denn ich kämpfe
für ein bess`res Jetzt,

will Menschen helfen, zu verstehn,
damit sie nicht im Leben untergehn.

Du hast mich gewollt,
aber nie geliebt;
diese Chance hast
du leider voll versiebt.


Schwer zu fassen
(für Mara)

Mit dem Verstand ist nicht zu fassen,
was es heißt, ganz loszulassen.

Es versteht der Intellekt
nur sehr beschränkt, was in ihm steckt.

Der Rest ist wilde Emotion
und Perversion und Kreation,

unstrukturiert und ungezähmt,
roh, urtümlich, unverbrämt,

ist paradox, dramatisch wild,
und doch unsäglich sanft und mild.

Der Verstand kann nicht erfassen,
wenn es heißt, ganz loszulassen.


Das Band ist zerrissen
 
Das Band ist zerrissen,
ich fühl´mich beschämt;
ich heul´ in mein Kissen
und bin wie gelähmt.

Du hast mich verlassen,
jetzt bist du schon weit.
Ich kann es niocht fasssen;
es tut mir so leid.

Wir waren zerstritten,
doch hielt und ein Band.
Du hast es zerschnitten
und bist weggerannt.

Was mach ich alleine,
so ganz ohne dich?
Das Glück, das ich meine,
das finde ich nicht.

Ich bin ein Versager,
du hast ja so recht.
Mein Konto ist mager
und das Essen war schlecht.

Das Leben ist ohne dich
nur halb so viel wert.
Ich dachte, ich liebe dich;
vielleicht war das verkehrt.

Wir haben den Frieden
in uns nicht gefunden;
nun sind wir geschieden
und nicht mehr verbunden.

Das Beste ist wohl,
ich lasse von dir,
doch in mir ist es hohl;
ich zitt´re und frier´.

Ich weiß nicht, was tun,
und was der Tag bringt.
Ich kann auch nicht ruhn,
weil mir nichts gelingt.

Wir waren zwei Schwache,
die beide sich stützten,
zwischen Weinen und Lachen
sah man die Liebe blitzen,

doch war es am Ende
nicht Liebe genug,
und so kam die Wende
über Nacht und im Flug.

Wir spürten es beide:
Es geht nicht mehr lange,
doch vor dem Scheiden
war und immer bange.

Das Band ist zerrissen,
ich fühl´mich beschämt;
ich heul´ in mein Kissen
und bin wie gelähmt.


„Freundesrat“
(den ich bekam zur Trennung von meinem Partner)

Ihr habt doch gut verstanden!
Ihr wart Freunde, die sich fanden.

So was läßt man doch nicht gehen!
So was kann kein Mensch verstehen!
Was ist das für ein Gebaren
nach jetzt grad drei Ehejahren?

Jeden Tag sich mal zu streiten
ist doch normal, da muß man sich nicht trennen.
Ein jeder muß im Leben etwas leiden!
Lern du das Leben erst mal kennen!

So was läßt man doch nicht gehen!
So was wirft man doch nicht weg!
So was kann kein Mensch verstehen!
Wo ist denn der Sinn, der Zweck?

Bist du wirklich in dem Glauben,
es käm noch was Bessres nach?
Hängst dir selber hoch die Trauben
und rennst nur Phantomen nach!

Bist du denn nicht hart und trotzig,
weil du mehr willst als du hast?
Bist du negativ und motzig,
weil dir grad nicht alles paßt?

Hast du nicht aus Laune nur
schlicht den Laden hingeschmissen?
Bist du da nicht etwas stur?
Mangelt es dir an Gewissen?

Warst du denn nicht sehr zufrieden
mindestens die halbe Zeit?
Was muß ein Mensch dir denn noch bieten
außer etwas Zärtlichkeit?

Du faselst von dem großen Glückl
und täglicher Zufriedenheit.
Mein Freund, komm, geh zu ihr zurück
und übe mehr Bescheidenheit!

Ich sag dir aus meiner Sicht:
So wie ich's verstehe,
gibt es das tatsächlich nicht,
eine wirklich gute Ehe.


Longing
(for Colette)

Our day has lots of hours,
twelve with light and twelve at night,
but even if some more were ours,
the time we need is out of sight.

The evening’s just a blue eye’s twinkle,
when I’m near to you, my love.
My heart is hot; my feelings mingle
with the pale white moon above

looking at the nights of calmness,
times of silence in your arm.
I’m dreaming of a life so harmless.
My heart is no “maison des larmes”.

My warm refuge, my lovely friend,
I want to taste your kiss forever;
your laughing face, that heaven sent,
I’ll hold in mind, forget it never.

You’re now away a hundred miles.
I cannot sleep; I think of you.
A moment has a billion whiles.
What can I do? what can I do?


So Aware of You
(for Regina)

Night is falling, calling dreams,
reminding me of warm sensations,
of lovely pictures, fading schemes,
of convulsive, deep temptations,

of a tender, eager finger
scetching snaky curves on you,
of your lustful lips that linger,
of a love without taboo,

feeling such intrinsic feelings,
pure like in a fairy tale,
and your brown hair so appealing,
and your body naked pale.

All you angels of the night,
messengers of love’s desire,
bring to Gina, my delight,
the heat of my internal fire,

and the knowledge that a quiver
hits me, when of you I think.
Days without you make me shiver.
With you I rise, without I sink.


Going Different Ways
(for Beate)

I wish I had another way
to tell you what I have to say.
I love you from my deepest soul,
but still: we two are not a whole.
We were so close right at the start
and never thought we´d drift apart
It´s now the time, it´s now the place
that we are going diff´rent ways...

I wish I had another way
to tell you what I have to say.
We didn´t care for us enough;
we played the friendly game.
Life became for us too tough
and love was not the same.
It´s now the time, it´s now the place
that we are going diff´rent ways...

I wish I had another way
to tell you what I have to say.
Once more I gently stroke your hand
and wish you all the best.
I know you´re strong enough to stand
and leave the cosy nest.
It´s now the time, it´s now the place
that we are going diff´rent ways...


OK, I Have Gone
(for Sinead)

OK, I have gone,
I will leave you for now.
But the work is not done;
it will wait anyhow.

One day you will see
that talking makes free
and that the devil I am not
and the constringing knot

in your lovely throut
is a reminding note
from some aweful past.
Don't make it last!

You don't have to fear
the future ahead.
It's not worth a tear,
whatever they said,

whatever they told you
when you were so little.
I know they still hold you;
that's not a hard riddle.

For many lifes I've known you;
my feelings I've never shown you.
Everything is different this time round,
soulmates are searching for higher ground.

Can you see the spiritual plane?
Can you see the weather wane?
Do you know why you are here?
Do you know why we got near?

O.K., I have done my bit,
am alone and have no wife.
O.K., your flame for me is not lit,
I'm sure we'll meet in another life.


I gave you some of me
(for Jan)

I gave you some of me;
I gave you that for free.
It was for you to see
the land of liberty.

I would have lead you there;
there is no weight in care
where joys are fun to share
and expectations rare.

You did not understand
the freedom of this land
and that's why in the end
you never took my hand.


I am the love that you seek.
(for Megan)

I've come to seduce you,
I've come to confuse you,
I'll wake you and shake you,
I'll cook you and bake you,

I'm the stirrer from heaven,
my motives are seven,
I am wicked and tricky,
I'm selective and picky,

I inquest you and test you,
I boil you and spoil you,
I love you to bits
with angelic wits,

I came to see
the innards of thee,
the voice that's inside you.
I play and I ride you,

I'm the jockey that wins
the joy without sins,
the love without guilt
in the silvery quilt.

I am the map of the storm,
I am the shape of the form,
I am the shadow of truth,
I am the bulb without fuse,

I'm the distant sun,
the untangible fun,
the spirit of dance,
the pull of a glance,

the whisp of a breeze,
the shout of a sneeze,
the fur of a toy,
the urge of a boy.

I am not what you know,
I am the string of the bow,
I am the sting of the bee,
I am the child on your knee.

I am the cry of the wild,
I am the touch of a child,
I am strong and I'm weak,
I am the love that you seek.


I'm going down to Luisiana
(sung very slowly)

I'm going down, down to Luisiana.
I'm going down, I'm going down.

I got a girlfriend in Luisiana.
I got a girl, I'm going down.

She's got a farm down in Luisiana.
She's got a farm, I'm going down.

She sent a postcard from Luisiana.
She sent a postcard, I'm going down.

She sent me kisses from Luisiana.
She sent me kisses, I'm going down.

She wrote she loves me from Luisiana.
She wrote she loves me, I'm going down.

We will get married in Luisiana.
We will get married, I'm going down.

I got a girlfriend in Luisiana.
I got a girl, I'm going down.


Do you hear the music playin'

(slow)
A: Do you hear the music playin'
B: Yes, it sounds so sweet to me!
A: Do you know what I am sayin'?
   Do you want to dance with me?

(fast)
A: You're the girl that I wanted,
   you have it and you flaunt it,
   you're pretty and you're clever,
   if you want, I'll leave you never!

(slow)
B: I hear the birds a-singing,
   singing in the tree;
   the message they are bringing
   sounds wonderful to me!

(fast)
B: When the mail boy comes
   in the morning sun
   and he brings me you letter,
   could life be any better?
  
   When I kiss you, oh, I love it,
   'cause it turns my sky so blue,
   lifts my spirit right above it,
   - no matter what I do!
  
(slow)
B: I love it when you smile at me
   and forgive me what I do.
   I was down and you set me free
   like a skippy kangaroo.
  
(fast)
A: You're the girl that I wanted...  

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