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Wecker im Kopf
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Kapitel 6

Nonsense?
Lustiges und Unsinniges

K(l)eine Scherereien
 
1 Ich habe es lange versucht -
   ich schaffe es einfach nicht, richtig unglücklich
   zu sein.

2 Es fällt mir leicht, mir ein Ziel zu setzten.
   Warum bringt es mir so wenig, wenn ich es
   erreicht habe?

3 Ich arbeite die ganze Zeit daran, mehr Zeit für
   mich zu haben.

4 Ganz ehrlich: Ich bin nicht ganz ehrlich.

5 Freunde hat man nicht. Freunde erarbeitet man
.. sich.

6 Immer wenn ich in einer echten Depression stecke,
   bringt mich so ein Idiot zum Lachen.

7 Ich denke oft, wir sollten alle mehr fühlen
   und weniger denken.

8 Ich habe gelernt, alles zu geben.
   Leider will es keiner haben.

9 Ich mag Freunde, auf die ich mich verlassen kann,
   weil ich selbst so unzuverlässig bin.

10 Immer, wenn ich um eine wichtige Erfahrung
     reicher bin, bin ich um eine Eitelkeit  ärmer.

11 Neulich bat mich ein Bettler um Geld.
     Da könnte ja jeder kommen.

12 Ich bin nicht ignorant.
     Ich möcht nur in Ruhe gelassen werden.

13 Ich helfe ja gerne.
     Aber alles hat seine Grenzen.

14 Sagen Sie das noch mal.
     Ich muß etwas unterhört haben.

15 Mit der Religiosität ist das so eine Sache.
     Ich glaube nicht so richtig dran.

16 Als die Wissenschaftler den Stummen geheilt
    hatten, war er sprachlos.

17 Manchmal sehe ich mehr,
     wenn ich die Augen zumache.

18 Du unternimmst so viel.
     Übernimmst du dich da nicht?

19 Ich gebe gerne.
     Warum fällt es mir so schwer, zu nehmen?

20 Ich stehe auf meinen eigenen Füßen.
     Das reicht. Ich muß nicht auch noch auf meinem
     eigenen Geld stehen.

21 Mein Spiegel beunruhigt mich.
     Er lächelt mich nicht mehr an.

22 Manchmal schäme ich mich dafür,
     daß ich so schamlos bin.

23 Leute, für die Zeit Geld ist,
     haben meistens keine Zeit.

24 Manche Leute hassen Anrufbeantworter,
     weil man nichts Sinnloses mit ihnen reden kann.

25 Man kann die Erde in zwei Teile teilen.
     Man muß aber nicht.

26 Manche Menschen haben das Temperament einer
     Zeitansage.

27 Ich kaufe mir ein Eis am Stiel
     und feiere die Entdeckung der Antarktis.

28 Alle denken, die Wale singen.
     Die Wahrheit ist: sie schluchzen.

29 Ich gehe voll in meinem Beruf zu.

30 Ich muß zu Großem geboren sein,
     daß ich so viel leiden muß.

31 Das ist eine großartige Zeit, in der wir leben.
     Warum fühle ich mich selbst nicht so großartig?

32 Neulich wurde ich zu einem Entspannungsseminar
     eingeladen. Leider hatte ich keine Zeit dafür.

33 Es gibt Leute, die bleiben mir ständig in
     schlechter Erinnerung, auch wenn sie mir nicht
     schreiben.

34 Ich genieße es, verwöhnt zu werden, wenn ich
     krank bin. Leider bin ich selten krank.

35 Ich solle erst mal erwachsen werden, meinen
     manche. Das sind gewöhnlich die, die nie wirklich
     Kind waren.

36 Ich habe so viel Gutes über Meditation gelesen.
     Leider komme ich vor lauter Lesen nicht zu
     Meditieren.

37 Menschen, die viele Fragen stellen,
     sind oft dankbar, wenn man ihnen nicht antwortet.

38 Ich glaube, die Zukunft ist ungewiß,
     aber ich bin mir da nicht ganz sicher.

39 Lieber zwei Frauen lieben
     als alle Menschen hassen.

40 Ich möchte gerne ein Weiser sein,
     aber ohne diese lästige Lernphase.

41 Einmal am Tag zwinge ich mich,
     ganz locker und entspannt zu sein.

42 In Neuseeland ist man von Allem weit entfernt.
     Das geht vielen Neuseeländern sehr nahe.

43 Ich liebe alle Menschen.
     Nageln Sie mich aber nicht darauf fest.

44 Ich bin ein sehr gewissenhafter Mensch.
     Allerdings meist mit einem schlechten Gewissen.

45 Wenn ich sehe, was wir Menschen mit der Natur
     anstellen, wünsche ich mir die friedlichen
     Dinosaurier zurück.

46 Wenn die Pole schmelzen,
     weint die Erde.

47 Smog macht unsere Zukunft klar sichtbar.
48 Die Probleme der Gegenwart
      sind die Krankheiten von morgen.

49 Es gibt für alles eine einfache, logische Erklärung.
     Das Problem ist, daß man sie oft nicht findet.

50 Meine linke Gehirnhälfte ist die rationale,
     meine rechte die irrationale.
     Oder umgekehrt, je nachdem,
     mit welcher Seite ich gerade denke.

51 Ich kämpfe oft mit mir.
     Leider verliere ich dabei regelmäßig.

52 Ein Freund von mir nimmt sich so ernst,
     daß ihn keiner ernst nimmt.

53 Ich habe zwei Leute Meineide schwören sehen.
     Ich würde so was nie tun, aber ich kann es nicht
     beschwören.

54 Parapsychologie ist eine Geisterwissenschaft.

55 Das Thema Wiedergeburt möchte ich in diesem
     Leben nicht erörtern.

56 Die Gefährlichkeit eines Atomkraftwerkes ist nur
     noch mit der Gefährlichkeit anderer AKW’s
     vergleichbar.

57 Manche Leute sagen “Ich habe keine Zeit zu
     verschenken!” Dabei ist das das Schönste, was
     man damit machen kann.

58 Bist du sicher, daß du nicht nur ein Anhängsel
     deiner eigenen Karriere bist?

59 Wir könnten richtige Freunde werden,
     wenn wir uns mal unernst unterhalten könnten.

60 Ich habe lange über mich nachgedacht
     und bin zu dem Ergebnis gekommen, daß ich
     zuviel grüble.

61 Manche Menschen sind so schamlos,
     daß sie nicht einmal rot werden, wenn sie mich
     nackt sehen.

62 Elefanten sind zu beneiden.
     Sie sind total übergewichtig, haben viel zu große
     Ohren und einen kleinen Schwanz,
     und trotzdem mag sie jeder.

63 Wenn du das Ziel kennst und dem Weg siehst,
     ist Zeit kein Argument.

64 Menschen, die dir raten “Sei vernünftig!”,
     sind oft zu selten unvernünftig.

65 Wo das Verstehen aufhört,
     sollte das Verständnis anfangen.

66 Wenn sich jemand zu oft entschuldigt,
      ist mir das verdächtig.

67 Es gibt viele gute Bücher. Das Problem ist, daß
     jedes auf mindestens zwei andere verweist, die
     man auch gelesen haben sollte.

68 Es ist schön, ein Bier zusammen zu trinken.
     Weniger schön ist es, wenn es beim Bier trinken
     bleibt.

69 Ich gehe selten ins Kino.
     Die dargestellten Personen sind mir zu flach.

70 Ich habe gerne viele Freunde um mich.
     Da brauche ich mich nicht auf einen zu
     konzentrieren.

71 Mein Leben war immer ein grader Weg.
     Mir fehlte der Mut, mich zu verlaufen.

72 Ich habe mir eine tolle Sonnenbrille zugelegt,
     aber mein Gesicht paßt nicht so ganz dazu.

73 Ich wollte nicht mit meinem Auto identifiziert
     werden und habe mir deswegen einen
     alten, billigen Wagen zugelegt.
     Jetzt passiert es mir trotzdem.

74 Ich bin überhaupt nicht eingebildet.
     Da bin ich sehr stolz drauf.
 
75 Kahle Bäume im Winter haben für mich etwas
     Ermutigendes.

76 Ich bemühe mich manchmal, ganz offen und
     ehrlich zu sein.
     Das ist dann der Punkt, wo die Leute anfangen,
     wegzuhören.

77 Ich habe kürzlich jemanden nach seiner ehrlichen
     Meinung gefragt.
     Er wußte sie nicht.

78 Mancher denkt, er hätte ein Problem, und gibt
     sich bloß keine Mühe.


Die Kuh Emalie

Der Rittersporn blüht lange schon
auf  unsrer grünen Heide,
da trabt die Kuh Emalie
verträumt auf ihre Weide.

Der Lattich und der Löwenzahn,
den sieht Emalie heut nicht stahn.
Ihr Blick ist starr, vom Stier getrübt;
die Kuh Emalie ist verliebt.

Da steht ihr angehimmelter,
von Fliegen arg umwimmelter
Stier mit Prädikat,
doch sie kann nicht ‘nüber,
und er kann nicht ‘rüber
über’n Stacheldraht.

Als sie lang genung schaut,
da fängt sie an und kaut,
und das saftige Fressen
macht ihre Sehnsucht vergessen.
Emalie ist glücklich,
wenn sie gründlich verdaut.


Die Trichine

In den Stachel einer Biene
schlich sich einst eine Trichine.

Die Biene spürte ungewiß,
daß da hinten etwas is´,

und mit vorsichtigem Blick
dreht sie ihrem Kopf zurück.

Dort erblickt die kluge Biene
grad´ noch das Ende der Trichine,

und mit einem flinken “Schnapp!”
biß sie ihr ein Drittel ab.

So besaß als erste Biene
sie ein Exemplar “Zwichine”!


Der Eisberg

Ein Eisberg wurde tiefgefroren
am Polarkreis jüngst geboren,

und für seine weite Reise
löst´ er sich vom alten Eise.

Behaglich nahm er´s erste Bad;
das Wasser war auf sieben Grad.

Drauf trieb er südwärts, Richtung Tropen,
um sich gründlich auszutoben.

Unweit Grönlands, an den Klippen,
brach er sich die ersten Rippen,

was ihn doch nicht weiter störte,
weil sehr viel Masse ihm gehörte.

Die Sonne schleckte ihm am Eis,
da wurd´s dem Eisberg ziemlich heiß.

Doch, hochnäsig wie er war,
dünkt er sich groß wie Afrika

und Australien zusammen.
Zwei Fische, welche ihn umschwammen,

hielten ihn für die Antarktis.
An Washington, als grade Markt is´,

trieb er vorbei, noch haselgroß,
bis auch sein letzter Rest zerfloß.

Moral:
Auch wer immer oben schwimmt,
mal zu seinem Ende kimmt.


Die Waage

“Eine Woge, guck mal, Oma!”
“Das ist ´ne Waage, kleiner Stromer!”

Robert wagt sich kaum zu fragen:
“Oma, darf ich mich mal waagen?”

“Wiegen nennt man das, mein Kind!
Doch laufe nur, wieg dich, geschwind!”

Robert, als er genug gekriegt:
“Oma, ich habe mich gewiegt!”

“Nein, mein Kind, das heißt: gewogen!”
sprach Oma, als sie weiterzogen.

Drum, seit diesem harten Tage,
sagt Robert “Wuge” zu der Waage.


Rostiger Zucker

Hört, Freunde, die Trommel des rostigen Zuckers!
Nehmt der gefälschten Möve den Paß!
Grabt nach dem Nigger unter Blumen
und ärgert euch über irgendwas!

Säht Veteranen der heiligen Schrift,
ebnet das Pflaster hinweg!
Durch des Lebens ewige Drift
führt an die Leute im Treck!

Keiner der Wege verwandelt den Baum.
Verwegen fliehen die Pferde,
vor dreckigem Maul den dreckigen Schaum
und bringen den Häusern die Erde.

Kanarienvögel, sie wabern im Raum,
Pakete, sie schmelzen in Massen.
Kaukaisches Etwas, massiver Traum
wird schäumend auf uns gelassen.

Gequälter Beton, wenn ein Blinder fällt.
Katzen zerquetschen die Luft.
Zerbrochene Flaschen entwerten das Geld,
und es drängt der Abfall zum Schuft.

Noch rennen die Gäule wie verrückt
und schlagen die Stunden mit Kautschuk.
Vier Panzer, zwei gelbe mit Rosen geschmückt,
beten für Frieden und Ende.


Seltene Pilzarten
(Die Welt der Pilze reizt zum Namen-erfinden. Erfinde selbst welche dazu!)

Faulschwammige Stinkmorchel

Grüngelbes Baumschwammerl

Giftiger Alpenschirmling

Rotwarziger Krötenpilz

Ungeliebter Wiesenhäubling

Blaukarierter Hasenröhrling

Grünblättriger Suffkopf

Schweflige Hundsrute

Bittersüßer Hinterhofchampignon

Grünscharfe Pferdetrüffel

Mutterloser Stengeltäubling

Verdreckter Felsenfuß

Rotgeköpfter Holunderschwamm

Frühstäubender Zwerglorchel

Butterweicher Rasenmilchling

Fahlgesichtiger Krempling

Kleinwüchsiger Grünling

Kahler Birkenporling

Ziegelroter Parasoltintling

Saftiger Scheidenstreifling

Hellbrauner Winterrübling

Giftige Panthermarone

Krauser Kamm-Pfifferling

Flockenstieliger Hallimasch

Besoffener Flaschenbovist

Hartborkiger Satanshut

Beschuppter Hexenreizker

Blaßgelber Rasenbrätling

Frühreife Zigeunerknolle

Weißmehliger Franzler

Dichtzottiger Ritterling

Schleimiger Teufelsfinger


Un-Fälle
(Original Un-Fälle werden nach dem
einzigartigen Reimschema a a/2 a a/2 verfaßt; copyright beim Autor).

Ein Mann fiel in die Spree
und tat sich weh,
denn er brach sich einen Zeh,
oje!

Ein Mann fiel in den Brunnen
bis nach unnen.
Drum hat man erst nach Stunnen
ihn gefunnen.

Ein Mann fiel mal von Pferd
auf die Erd',
denn er saß auf diesem Pferd
verkehrt.

Ein Mann fiel von der Mauer
und war sauer.
Danach war die Mauer
auch nicht schlauer.

Ein Jäger fiel von seinem Hochsitz runter
in den Holunder,
jedoch blieb - ein wahres Wunder -
ganz gesund er.

Ein Mann, ein äußerst breiter,
fiel von der Leiter,
doch wurd er dadurch leider
nicht gescheiter.

Ein Nichtschwimmer, ein blasser,
fiel ins Wasser
und siehe: unter Wasser
war es nasser.

Ein Säufer fiel einmal
in den Kanal,
da biß ihn ganz brutal
ein Aal.

Es fiel die alte Base
auf der Strasse
und holte sich 'ne Blase
an der Nase.

Mein junge Nichte
fiel von 'ner Fichte
Sie bat, daß ich berichte
die Geschichte.

Ein Segler fiel von seinem Boot
und war in Not.
Ohne Rettungsweste wär der Schlot
heut' tot.


Der Henker von Texas

Wie Staub aus der Steppe, so kam er herein,
der Mann mit dem langen Gesicht.
Er sprach: "Ich will Bier und Schnaps und Wein!"
doch er bekam es nicht.

(Refrain:)
Das war der Mann mit dem Sand im Schuh
und der aus der Steppe kam.
Wer ihm widersprach, den erschoß er im Nu;
nur sein Gaul, der war etwas lahm.

Und im Saloon, da wurde es still.
Ein jeder drehte sich um.
"Das ist der Henker von Texas!" schrie Bill,
dann war er für immer stumm.
(Refrain)

Er erschoß den Wirt mit der linken Hand,
denn in der rechten, da hatte er Gicht.
Er war bekannt im ganzen Land,
der Mann mit dem langen Gesicht.
(Refrain)

Er nahm sich die Flasche mit Whisky und ging,
und schwang sich draußen aufs Pferd.
Er schätzte das Leben der Andren gering,
auch sein eignes war ihm nichts wert.
(Refrain)

Er brachte den Menschen Verderbnis und Not. 
Seine Hand war eiskalt und schnell.
Er blieb gesetzlos bis zu seinem Tod,
ein wahrlich kalter Gesell.
(Refrain)

Und kommst du heute in eine Bar,
und fragst mal die Leute darin,
wer denn der Henker von Texas war,
dann kommt ihnen eins in den Sinn:
(Refrain)


Die Ferkel haben rote Ohren.

Die Ferkel haben rote Ohren.
Sie werden damit schon geboren,

weil sie sich so furchtbar grämen
und für ihre Mama schämen,

denn sie wissen ganz genau:
ihre Mutter ist  'ne Sau!

 
Das Huhn

Ein Huhn, das nach dem Korne pickt,
begreift es nicht, daß Stärke dickt.
Das Picken und das Essen,
das macht es selbstvergessen.

Das Huhn wär, wenn es fliegen tät,
wohl nicht so rund gestaltet.
Setzt es sich selbst nicht auf Diät,
ißt man´s, bevor´s veraltet.

Wie dem auch sei - ein Huhn ist dumm,
begrift sein Schicksal nie.
Der Hahn, der kümmert sich nicht drum,
der ist noch morgen hie.
Loblied auf den Reim

Die deutsche Sprach´ ist reich genug,
daß - gleich bei welchem Sinnbezug -
sich ein Satz an seinem Ende
nicht auch kunstvoll reimen könnte.

Auf, ihr Dichter, gebt euch Mühe!
Kräftigend wie Hühnerbrühe
und als Zeichen von Humor
tritt so ein Reim im Vers hervor.

Er erleichtert uns das Lesen,
macht die Zeilen leicht verdaubar,
verleiht dem Schrieb ein lock´res Wesen
und hält den Inhalt überschaubar.

Er ist das Fahrradöl der Zeilen,
das Band, das sie zusammenschnürt.
Mit Sorgfalt gilt´s, am Reim zu feilen,
bis er in Pracht das Schreiben kürt.

Und ist das Werk an Schluß vollbracht,
plätschert´s wie ein Bach dahin,
gibt es schließlich schönen Sinn,
was sorgsam man sich ausgedacht.

All die Arbeit war es wert
in den langen Abendstunden,
wenn am Schluß ganz unbeschwert
dein Gesagtes wird empfunden,

wenn es Freude macht, zu lesen.
Was noch gestern unbehauen
und ein roher Stein gewesen,
heut ist´s prachtvoll anzuschauen.

Darum denk ich, als Poet
gilt es, Gleichklang auszuloten
und, wo immer Vers entsteht,
diesen reimwärts zu verknoten!
Das arme Vögelein

Das kleine Vöglein läuft ganz schief
seit es unters Auto lief.
Zu langsam war's für den Verkehr;
jetzt humpelt es und singt nicht mehr.

Auch ward ein Flügel demoliert
bei dem besagten Drama.
Ein Hindu nennt das ungeniert
schlechtes Karma.
Der seßhafte Wanderpokal

Es war einmal ein Wanderpokal,
der wanderte jedes Jahr einmal
von Kegelklub zu Kegelklub
und stand in mancher Kneipenstub.

Verziert mit Silber und mit Gold
war er ein Stück von erster Wahl.
Viel Achtung wurde ihm gezollt
in seinem Klublokal.

Einst war er eine Stiftung
des Keglers Willi Baum
mit der Pokalbeschriftung
„Alle Neune sind mein Traum“.

Die lange Liste der Gewinner
ziert seine Front, hochglanzpoliert,
sodaß hinfort der Leser immer
weiß, wem dieser Ruhm gebührt.

Doch als der Willi Baum verstarb,
da ging's auch mit dem Klub bergab.
Drum steht er jetzt in einer Ecke
und dient nicht mehr dem Wanderzwecke.

Seine Glanzzeit ist vorbei.
Ziemlich staubig steht er da.
Keiner mehr beachtet ihn,
und Rost frißt an der Patina.

Man sieht: maches Mal kommt Leid
alleine schon aus Seßhaftigkeit.


Golden Nugget

A man named Golden Nugget
lived far out in the West.
He wasn't very famous,
but he was one of the best.

(Refrain:)
Good ol' Golden Nugget
was something of a clown,
but always Golden Nugget
had the best girls in the town!

He owned a claim in Lucky Spot
and a rifle, type McKinner,
but the only thing he ever shot
were some skinny hares for dinner. (Refrain)

He was well known for his humour,
made ev'rybody smile.
“He smells the gold”, the rumour
went, “over a country mile”. (Refrain)

With a biceps like a sleeper
he didn't have much trouble
digging fifteen feet or deeper,
where he found more than a couple. (Refrain)

Nugget never had a fight.
He was a peaceful bloke,
but he drank too much in one long night
and died then from a  stroke. (Refrain)

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